Autor Thema: Prüfungsprotokoll EZS WS13/14  (Gelesen 1670 mal)

Mitch

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Prüfungsprotokoll EZS WS13/14
« am: 20. März 2014, 10:58:07 »
Prüfer: Prof. "Wosch"
Beisitzerin: Frau Stilkerich

- Welche Arten von EZS gibt es (weich, fest, hart)?
- Was macht man da jeweils bei der Terminverletzung?
- Katastrophale Folgen bei Terminverletzung harter Deadlines? Wie sehen die aus? -> System fällt aus, aber katastrophal hinsichtlich des finanziellen Schadens, der entsteht!
- Wie kann man EZS auch nocht klassifizieren? Er wollte hier auf Takt- und Ergeignissteuerung hinaus.
- Was sind da die Unterschiede?
- Welches a-priori Wissen habe ich bei takt-, welches bei ergeignisgesteuerten Systemen?
- Was ist das große Problem bei ereignisgesteuerten Systemem? BM-Zugriff und in diesem Zusammenhang Prioritätsumkehr.
- Erkläre Prioritätsumkehr. Kann man das vermeiden? Nein. Was macht das ganze noch schlimmer? Unkontollierte Prioritätsumkehr.
- Wie kommt die Unkontrollierte Prioritätsumkehr zustande?
- Erkläre die Synchronisationsprotokolle NPCS, Priority Inheritance, Priority Ceiling.
- Wie kann man die Verdrängungssteuerung einfach realisieren? Einlastung/Dispatching abschalten, Belegungswünsche aber in einer Warteschlange mitprotokollieren
- Was ist die schöne Eigenschaft des NPCS? Einfache Implementierung und verklemmungsfrei.
- Warum verklemmungsfrei, welche Verklemmungsbedingung wird hier umgangen? Wait-and-Hold, das Nachfordern von BM
- Was ist das Dumme an Priority Inheritance? Verklemmungen sind hier möglich. Warum? Zirkuläres Warten kann eintreten.
- Erkläre Priority Ceiling (sehr genau). Was macht ein Task wenn er durch die Prioritätsobergrenzen blockiert wird? Stichwort Vererbung: Er vererbt seine Prio (Erweiterung des Priority Inheritance)
- Wenn ich das richtig verstanden habe, soll es auch den Fall geben, dass einem Task ein BM zugeteilt wird, auch wenn seine Priorität kleiner als die Prioritätsgrenze ist. Hier hat er schon genauer nachgebohrt, man sollte also vorher besser alle möglichen Fälle des Priority Ceiling Protokolls einmal durchdacht haben.

Es ist sicher hilfreich sich vor der Prüfung die 4 Bedingungen für eine Verklemmung anzusehen. Die wurden bei mir auch gefragt im Zusammenhang mit den 3 Synchronisationsprotokollen, auch weil er meinte ich habe ja SP gehört und die Referenzen zum SP Skript stehen im Anhang.
Wosch erzeugt eine sehr angenehme Atmosphäre und benotet auch fair.

Jupir

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Re: Prüfungsprotokoll EZS WS13/14
« Antwort #1 am: 25. März 2014, 20:37:28 »
März 2014
Prüfer: Isabella Stilkerich
Beisitzer: Prof. Schröder-Preikschat

Der Anfang war bei mir sehr ähnlich zum vorherigen Prüfungsprotokoll:

- Wie kann man EZS klassifizieren?
   anhand der Terminvorgaben (weich, fest, hart)

- Welche weitere Klassifizierungsmöglichkeit gibt es noch?
   Zeit- und Ereignisgesteuert (Unterschiede, Vor/Nachteile)

- Dann hatte ich dabei noch erwähnt, dass bei Taktsteuerung keine expliziten Maßnahmen nötig sind um gemeinsamen BM-Zugriff oder Abhängigkeiten zu koordinieren, wird im Ablaufplan berücksichtigt, daraufhin kam dann die Frage zu (unkontrollierter) Prioritätsumkehr und den Maßnahmen (siehe vorheriges Protokoll):
Das würde ich mir wirklich sehr genau anschauen damit man es ausführlich erklären kann. Bei mir wurde z.B. auch nach den 4 Bedingungen für eine Verklemmung gefragt, ich hätte ja SP gehabt (da ich aber kein SP hatte, wurde da nicht weiter nachgehakt)

- Wie kann man nicht-periodische Jobs unterscheiden?
  aperiodisch/sporadisch (weiche/feste vs. harte Termine, Akzeptanztests bei sporadischen/ Antwortzeitminimierung bei aperiodischen Jobs)
- Was benötigt man an Wissen über einen sporadischen Job bei den Akzeptanztests?
  Auslösezeit, WCET, Termin und zur Verfügung stehende Schlupfzeit

- Was ist die WCET und wie kann man sie bestimmen?
  Da wollten sie auf die Pfadanalyse hinaus (längster Pfad und aufsummieren der einzelnen Rechenzeiten); Problem z.B. bei Schleifen (unbekannte Anzahl an Durchläufen), kann durch eine obere Grenze bestimmbar gemacht werden
- Und auf Hardware-Seite? schwierig bestimmbar, eventuell sind Daten nicht im Cache und müssen nachgeladen werden

Insgesamt fande ich auch eine angenehme Atmosphäre und faire Benotung.
Der letzte Teil zur WCET kam denke ich nur weil noch Zeit übrig war, er wurde auch nicht stark gewichtet laut Wosch, da nur sehr wenige dazu bisher befragt wurden (und es eigentlich in der Exkurs-Vorlesung war).

Al-Ca

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Re: Prüfungsprotokoll EZS WS13/14
« Antwort #2 am: 04. April 2014, 12:34:43 »
April 2014

Prüfer: Isabella Stilkerich
Beisitzer: Prof. Schröder-Preikschat
5 ECTS - 20 min
Ergebnis: sehr gut
Atmosphäre: gemütlich , Hund vom Wosch war auch anwesend.


* Was ist eine WCET und wie bestimmt man sie:
    Kontrollflussgraph -> Basisblöcke (evtl mit Hardwareanalyse) -> Längster Pfad durch den Kontrollflussgraph
    Besonderheiten: bedingte Verzweigungen, Schleifen, Was ist mit Interrupts (Interrupts ausschalten, minimale Zwischenankunftszeit)
    Bauteile, die die Ausführungszeit beschleunigen sind schlecht für die WCET Analyse: Caches: nachladen von Daten, Pipelines: Einfluss anderer Befehle, Anhalten der Pipeline, experimentelle Befehlsausführung, dynamische Sprungvorhersage etc.
* Klassifikation von EZS Terminen:
    weich, fest, hart
    Wer ist für die Ausnahmebehandlung bei Terminverletzung zuständig? (Anwendung)
* Andere Klassifikation:
    Ereignisgesteuert, Taktgesteuert
* Wo liegen die Unterschiede:
    taktgesteuert: a priori Wissen notwendig, Ablaufplan, insgesamt "schlanker" als EGS
    ereignisgesteuert: weniger  a priori Wissen (Deadline, WCET), Tasks haben Prioritäten.
(Hier sind wir kurz abgedriftet, wie das so ist, weil in den Folien stand, dass EGS flexible Systeme sind, in denen man einfach Komponenten hinzuschalten kann, wie das System diese Informationen (WCET etc) mitgeteilt bekommt)
* Probleme bei EGS:
    Rangfolge/Betriebsmittelzugriff
    In diesem Zusammenhang (unkontrollierte) Prioritätsumkehr.
* Was kann man gegen Prio.umkehr machen? - NPCS
  *  Vorteile: Verklemmungsfrei (hold and wait und was ist das?), einfach zu implementieren - Wie implementiert man das? Dispatching ausschalten und ankommende Jobs in einer Warteschlange verwalten, Jobs dürfen nicht verworfen werden! Darauf legt der Wosch besonders wert
  *  Nachteile: unbeteiligte Jobs werden ebenfalls verzögert.

* Was gibts noch? Prioritätsvererbung
    Nachteile: Transitive Blockierung und nicht verklemmungsfrei
    Vorteile: unbeteiligte hochpriore Jobs werden nicht verzögert, mittelpriore allerdings schon.
* Was noch? PC
    Wie funktioniert das: Prioritätsvererbung und Bedingungen für den Zugriff auf ein BM das frei ist! (Bei einem belegten BM wird immer sofort der Job suspendiert, war mir in der Situation nicht klar, dachte es wird immer der Algo angewandet mit den Prioritätsobergrenzen, aber es ist logisch, dass man versucht den Overhead zu vermeiden)
    Vorteile: verklemmungsfrei (zirkulares Warten wird verhindert); Aufhebungssperre - hochpriorer Job muss auf max einen niedrigprioren Job warten.
* Was sind die 3 Bedingungen für die Länge eines Rahmens?
    siehe Folien

Das wars dann auch schon. Immer wenn ich mir nicht ganz sicher war, habe ich überlegt, was die richtige Antwort sein könnte und dann ihnen meinen Gedankengang erklärt.
Dadurch ist einmal ne kleine Diskussion entstanden, was dem Wosch anscheinend gefallen hat.

« Letzte Änderung: 04. April 2014, 22:59:11 von Al-Ca »